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Microsoft BizTalk Server

Hersteller müssen ihre Lieferanten automatisiert in ihre Produktionsprozesse einbinden. Dabei sollen Der BizTalk Server versteht sich als Middleware zur Integration von Geschäftsprozessen und Systemen. Welchen Nutzen bietet BizTalk in der Praxis und wo befinden sich seine wichtigsten Einsatzgebiete?

 

Integration als zentrales Bedürfnis

Applikationen miteinander kommunizieren können. Auch Geschäftsabläufe verändern sich laufend und ziehen Systemanpassungen mit sich. Solche Bedürfnisse bilden die Basis von verschiedensten Integrationsansätzen. Mit dem nachfolgenden Beispielszenario wollen wir die Möglichkeiten in Verbindung mit dem Microsoft BizTalk Server 2004 aufzeigen:

 

Ein Getränkegrosshändler vertreibt seine Produkte über verschiedenste Distributionskanäle. Entsprechend gehen die Bestellungen unterschiedlich ein: Telefonisch oder per Fax, über den Aussendienst, im Onlineshop oder sogar automatisiert aus der Lagerhaltung des Detailhandels. Oberflächlich betrachtet erscheinen uns Warenbestellungen als eher einfache Geschäftsfälle mit wenig Optimierungspotenzial. Erst auf den zweiten Blick erkennen wir die verschiedenen, hemmenden Prozess- und Applikationsschnittstellen.

Nehmen wir uns beispielsweise der automatisierten Bestellübernahme aus der Logistik der Detailhändler an. Diese möchte Bestellungen automatisch auslösen, sobald ein vom Grosshändler bezogenes Getränk eine bestimmte Mindestlagermenge unterschreitet. Anderseits sieht sich der Grosshändler verschiedenen ERP-Systemen der einzelnen Detaillisten gegenüber: Detaillist A nutzt als ERP eine Abacus Branchenlösung, Detaillist B setzt intern SAP ein, Detailist C nutzt Europa3000 usw. Nun kommt der BizTalk Server genau bei diesem alltäglichen Szenario ins Spiel.

Als Bindeglied zwischen den verschiedenen ERP-Lösungen der Kunden und der intern eingesetzten Auftragsbearbeitung übernimmt der BizTalk Server automatisch die Bestellungen der Detaillisten-Systeme, überprüft deren Gültigkeit und die Verfügbarkeit im eigenen Lager, erfasst sie im eigenen Auftragssystem und bestätigt die Bestellung mit genauen Lieferterminen.

 

 

Auch Prozessvarianten können einfach und automatisiert abgewickelt werden. So ist es beispielsweise möglich, eine Bestellung der Kunden-Bonität oder Menge entsprechend unterschiedlich abzuwickeln.

Wie geht man vor, wenn Geschäftsabläufe angepasst oder erweitert werden müssen? Beispielsweise soll der Bestellprozess dahingehend geändert werden, dass der Aussendienst mittels E-Mail informiert wird, sobald ein bestimmtes Produkt bestellt wird. Oder Faxbestellungen sollen mittels OCR-Texterkennung eingelesen, in BizTalk validiert und ins Auftragssystem übernommen werden. Abschliessend wird eine Auftragsbestätigung per Fax oder E-Mail versendet. Solche Änderungen und Erweiterungen können vielfach mit wenigen Handgriffen mittels Prozessmodellierung in BizTalk umgesetzt werden.

Bereits in unserem simplen Beispielszenario werden die vielfälltigen Möglichkeiten aufgezeigt. BizTalk bietet speziell für Prozesse mit hohem Transaktionsvolumen riesiges Automatisierungs- bzw. Optimierungspotenzial. Äusserst wirtschaftlich werden Systeme verbunden und automatisiert Prozessschritte abgewickelt, ohne dass Schnittstellen oder Systemerweiterungen programmiert werden müssen.

Um in heterogenen Systemlandschaften flexibel einsetzbar zu sein, baut BizTalk auf modernen Industriestandards wie XML und Webservices auf. Systemadapter für SAP, PeopleSoft, Oracle, IBM MQSeries, Siebel usw. oder Technologieadapter für verschiedenste Datenbanken, EDIFACT, ebXML usw. ermöglichen eine schnelle Integration von verschiedensten Systemen.

Für weitere Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung. Ergänzende Dokumentationen finden Sie unter:


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