Der Arbeitsmarkt für Fachkräfte ist angespannt, besonders in technischen und touristischen Berufen. Hinzu kommt der demografische Wandel: In den nächsten zehn Jahren wird rund ein Drittel der Belegschaft pensioniert. Der Druck wächst, Know-how zu sichern, Nachwuchs zu gewinnen und gleichzeitig erfahrene Mitarbeitende langfristig zu halten.
Die Zukunftsfähigkeit der Organisation hängt somit direkt vom Mitarbeitendenerlebnis ab. Klassische Massnahmen – Events, Give-aways, Kommunikationskampagnen – hatten nicht genügt. Es brauchte einen neuen Ansatz. Und genau hier setzte die strategische Entscheidung an: KWO wollte verstehen, was Mitarbeitende wirklich erleben – und daraus gezielt Verbesserungen ableiten. Der Ansatz dafür: ein umfassendes Employee-Experience-Projekt mit Nexplore.

Bereits bestehend bei KWO: ein Kultur-Team mit Vertreter:innen aus allen Bereichen – Geschäftsleitung, HR, Verwaltung, Frontline. Diese Vielfalt war der Schlüssel. Sie brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen und sorgte für Akzeptanz.
Lesson learned: Das Team ist die erste Intervention – seine Zusammensetzung entscheidet über Wirkung.

Der Projektaufbau folgte bewährten Prinzipien:
Co-Creation: Mitarbeitende gestalten von Beginn an mit.
User-Centricity: Fokus auf reale Bedürfnisse statt Annahmen.
Holistic View: Technische, kulturelle und organisatorische Aspekte greifen ineinander.
Gerade für Organisationen mit starkem Betriebsalltag – wie KWO – schafft dieser Ansatz greifbare Veränderung ohne Change-Überforderung.
Nach dem Kick-off stand ein gemeinsames Verständnis:
Ein Zielbild für die Employee Experience.
Ein klarer Projektauftrag mit Verantwortlichkeiten.
Eine gemeinsame Sprache über Bedürfnisse und Herausforderungen.
Damit war die Basis geschaffen für die nächste Phase: den Research.
Co-Creation statt Top-down: Akzeptanz entsteht durch Beteiligung.
Methoden befähigen: Verständnis schafft Sicherheit.
Hypothesen als Gesprächsstarter: Der Wert liegt im Dialog, nicht im Dokument.
In Teil 2 dieser Blogserie zeigen wir, wie KWO durch Interviews, Beobachtungen und Shadowing tieferes Verständnis für den Arbeitsalltag gewann – und warum gutes Research die halbe Employee-Experience-Journey ist.