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18. Februar 2020 / Laurence Schmid

Von Damaskus nach Thun - Lernender Khalil erzählt seine Geschichte

Khalil Ali ist einer von fünf Lernenden bei uns. Vor fünf Jahren kam er als Flüchtling aus Syrien in die Schweiz. In diesem Interview lässt er uns an seiner bewegenden Geschichte teilhaben.

Khalil, du kommst ursprünglich aus Syrien. Wie bist du in die Schweiz gekommen?

Ich habe im 2011 an der Universität Damaskus für Künste und Geisteswissenschaften angefangen englische Literatur zu studieren. Während des ersten Studienjahres sollte ich die Uni bereits wieder verlassen und in den Militärdienst eintreten. Da ich aber gegen die Regierung bin, habe ich den Dienst verweigert. Ich konnte Syrien darum nicht auf legalem Weg verlassen und kam nach zwei Jahren auf Umwegen in die Türkei. Mit Hilfe des Schweizer Konsulats konnte ich fast ein Jahr später in die Schweiz einreisen. Auch meine Mutter und meine Geschwister konnten durch einen Familiennachzug in den Kanton Bern kommen.

Wie wurdest du in der Schweiz empfangen und wie wurdest du betreut?

Am Anfang war es nicht einfach, es gab viele lange Wartezeiten. Bis mein Asylantrag geprüft und genehmigt wurde, konnte ich weder Arbeiten noch eine Ausbildung machen. Das hat ca. zwei Jahre gedauert. Danach konnte ich anfangen Deutsch zu lernen und meine Zukunft aufbauen.
Die Betreuung zu beurteilen ist schwierig, da ich in den letzten fünf Jahren von verschiedenen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern betreut wurde. Einige gaben sich mehr Mühe, andere weniger.

 

Was gefällt dir an der Schweiz?

Die friedliche Natur der Menschen und die ruhige Atmosphäre. Und dass ich so viele Entwicklungsmöglichkeiten habe.

Wieso hast du dich für den Beruf Informatiker entschieden? Was fasziniert dich daran?

Ich habe immer ein grosses Interesse an der Informatik gehabt. Was mich an diesem Beruf am meisten reizt, ist der breite Arbeitshorizont und die Möglichkeit, neue Funktionen zu finden, die den Nutzern dienen und ihr Leben verbessern.

Wie bist du auf Nexplore aufmerksam geworden?

Ich habe ein Stelleninserat bei der kirchlichen Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen KKF gesehen und mich darauf hin beworben.

Was gefällt dir besonders an Nexplore und was weniger?

Ich kann mir keinen besseren Ort für einen Berufseinstieg in der Schweiz vorstellen. Was mir persönlich am besten gefällt, ist die familiäre Atmosphäre und das Verständnis aller Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen.

Was hast du bei Nexplore bereits alles gelernt?

Ich habe Knowhow in vielen verschiedenen Bereichen aufgebaut, z.B. C#, SQL, Testing und CRM.

Was ist deine Vision, was willst du erreichen?

Ich möchte eine gute, erfolgreiche Karriere machen. In der Informatik, sowie im Leben. 


 

Khalil kam mittels der Organisation jobs4refugees.ch zu uns. Wir können diese Zusammenarbeit sehr empfehlen.

 

Zum Thema Job-Vermittlung für Flüchtlinge wurden Khalil Ali und Christoph Fankhauser auch von TeleBärn interviewt.

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