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16. August 2025

Vom Lernenden zum Code-Profi bei Nexplore

Bryan Schmid hat letztes Jahr die Lehre als Informatiker EFZ, Fachrichtung Applikationsentwicklung, sowie die Berufsmaturität erfolgreich abgeschlossen. Für den 21-jährigen Thuner stand schon früh fest: Programmieren ist sein Ding. Im September startet er ein Informatikstudium – Teilzeit, damit er weiterhin «Coden» kann.

Quelle: Berner Zeitung BZ, Ausgabe Stadt+Region Bern, 16.08.2025

Hier gehts zum Original-Artikel BZ Berner Zeitung

Der gebogene Bildschirm vor Bryan Schmid nimmt die gesamte Schreibtischfront ein. Mit raschen Bewegungen schiebt der junge Mann mit den langen blonden Haaren verschiedene Fenster mit der Maus hin und her und tippt parallel dazu etwas auf seinem Laptop. Zurzeit arbeitet der Informatiker an einem grossen Projekt für die Schweizer Armee, ein Programm zur Verwaltung der Rekruten und Rekrutinnen.

Neben Bryan Schmid sind rund 20 weitere Informatiker der Firma Nexplore AG in Thun mit der Software beschäftigt. «Es ist ein grosses und komplexes Projekt, in das ich erst gegen Ende der vierjährigen Lehreeingestiegen bin», erklärt der 21-Jährige, der vor einem Jahr die Prüfung zum Informatiker EFZ, mit Fachrichtung Applikationsentwicklung, erfolgreich abgeschlossen hat und seither Vollzeit bei Nexplore AG arbeitet. «Es ist toll, wenn die eigene Arbeit in der Realität gebraucht wird», erklärt der Thuner.

An die Individuelle Praktische Arbeit (IPA), mit der Bryan Schmid im letzten Jahr seine Lehre abschloss, erinnert er sich noch gut: Innerhalb von zehn Tagen musste der Lernende eine funktionierende Applikation planen, umsetzen, testen und dokumentieren. Im Vorfeld hatte Schmid ein wenig Bammel, wie er erklärt, doch als die IPA dann gestartet sei, habe er sich wohl gefühlt. «Es war wie ein normaler Arbeitstag, da ich während der Prüfung in meinem gewohnten Umfeld war», sagt er.

Erst am letzten Tag, als er seine To-do-Liste mit rund 40 offenen Punkten gesehen habe, sei er gestresst gewesen. «Ich habe dann einfach angefangen und am Abend war ich fertig», erinnert sich Bryan Schmid und lächelt. Das «Coden», wie er das Programmieren nennt, sei ihm während der IPA leichtgefallen; das Verfassen der technischen Dokumentation weniger.

«Ich fand es nicht einfach, meine Ideen in Worte zu fassen und zu begründen», sagt der grosse junge Mann. Mit der Gesamtnote 5,5 sei er sehr zufrieden, auch wenn ihm rückblickend ein paar ärgerliche Fehler unterlaufen seien. Wie Lego- oder Kapla spielen Dass ihm Programmieren liegt, stand für Bryan Schmid bereits nach dem Schnuppertag bei Nexplore AG fest.

«Mich fasziniert, dass es in diesem Beruf so viele Möglichkeiten gibt», erklärt er seine Begeisterung für Informatik. Man müsse nur die Basics lernen und könne sich dann in verschiedenen Programmiersprachen und Anwendungsgebieten wie Webseiten, Softwares oder Apps zurechtfinden. Bryan Schmid mag Games, mit denen er sich auch in seiner Freizeit beschäftigt.

«Ursprünglich wollte ich Gameentwickler werden, was aber in der Schweiz kaum möglich ist», sagt er. Als Applikationsentwickler mache er nun etwas ganz Ähnliches. «Programmieren ist wie Lego oder Kapla spielen - man fügt verschiedene Bausteine zusammen und hat dabei viele Möglichkeiten», erklärt er.

Ihm sei es wichtig, dass der Code, den erschreibe, nicht nur funktioniere, sondern auch schön, das heisst, schnörkellos und sauber sei. «Das finde ich eine Kunst», so der junge Informatiker. Und darin will er kontinuierlich besser werden.

Umsein Wissen zu vertiefen, besucht Bryan Schmid ab September den Studiengang Informatik an der Fachhochschule. Dank der Berufsmatura, die er parallel zur Lehre absolvierte, kann der junge Mann noch tiefer in die Welt des Programmierens eintauchen. «Ich will ein Crack werden», hat Schmid sich zum Ziel gesetzt und erzählt von seinen Vorbildern bei Nexplore AG, die auf jede Frage eine Antwortwüssten.

Dem Betrieb bleibt er treu: Er wird weiterhin drei Tage vor einem der grossen Bildschirme der Thuner Firma verbringen. PUBLIREPORTAGE – BILDUNGSSPECIAL Dieser artikel erschien in der Bildungsbeilage des Tages-anzeigers von der autorinn hs.

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