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17. Mai 2021

Wie können Sie Microsoft Power Platform erfolgreich einsetzen?

5 Tipps aus der Praxis, für Ihren Start mit Microsoft Power Platform. Teil 3 der Serie.

Welchen Nutzen Power Platform Ihrem Unternehmen bringt und aus welchen Bestandteilen und Technologien Power Platform besteht, haben wir in Teil 1 + 2 unserer Serie beschrieben.

Das Überzeugende an der Power Platform ist, dass jedes der vier Schlüsselprodukte interaktiv genutzt werden kann. So können Sie beispielsweise direkt aus Power Apps einen automatisierten Ablauf auslösen. Oder Sie können eine Vorschau einer Visualisierung, die Sie aus Power BI erhalten haben, in Ihrer Power App anzeigen. Sie können auch einen Chatbot, der von einem Power Virtual Agent erstellt wurde, in Ihr Power Portal einfügen und Statistiken seiner gesammelten Anfragen in Power BI darstellen lassen.

Und auch wenn sehr viel für den Einsatz der Microsoft Power Platform spricht, so gibt es in jedem Fall einiges zu beachten, um den Erfolg sicherzustellen, bevor Sie sich für oder gegen eine Verwendung davon entscheiden.

5 Tipps vor Ihrem Start mit Microsoft Power Platform

1. Power Apps für interne Nutzung bestimmt

Power Apps sind nicht für die öffentliche Nutzung bestimmt, sondern primär intern verfügbar. Das heisst, die erstellten Apps können nicht mit der Aussenwelt, sondern nur innerhalb der Organisation geteilt werden. Es gibt zwar von den Power Apps «Portals» die Funktionalität, Power Apps auch für Kunden ausserhalb des Unternehmens zur Verfügung zu stellen, allerdings ist diese im momentanen Entwicklungsstadium noch ziemlich eingeschränkt.

2. Beschränkte Individualisierung bei Power Apps

Weil Power Apps mit so wenig Code auskommt, ist gut zu wissen, dass die endlose Individualisierung über HTML- oder JavaScript-Code-Skripte nicht möglich ist. Entwicklerinnen und Entwickler können zwar viel selbst machen und ergänzen, aber eben nicht alles.

Diese Tatsache kann aber auch ein Vorteil sein, denn für die gesamte Power Platform gilt, dass es nur sehr wenige Eingriffe seitens der Entwickler gibt – so haben sich die Stabilität und die langfristige Nutzung erhöht. Ausserdem ist Power Platform nahtlos in das gesamte Microsoft Datenuniversum eingefügt. Die Anbindung an andere Microsoft-Plattformen oder auch andere Systeme ist unter anderem durch Azure sehr viel einfacher und weitgehender, als dies bei anderen Low-Code Plattformen möglich wäre.

Ein weiterer Vorteil: Trotz der Existenz des Common Data Models ist man nicht an dieses als Datengrundlage gebunden. Grundsätzlich kann jede Art von Daten (wie XML, JSON, Excel, SQL, Daten aus Google Analytics) innerhalb von Power Platform verwendet werden.

3. Gründliche Planung verhindert Fehlentscheidungen

Auch wenn Microsoft Power Platform wirklich einfach zu bedienen ist und schnell coole Resultate bringt, so gibt es doch auch Vieles zu beachten, was auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist.

Suchen Sie sich eine erfahrene Partnerfirma. Sie führt durch den Dschungel der Möglichkeiten, leitet an und gibt Tipps aus der Praxis.

Gerade weil es so schnell und einfach ist, können auch mal Fehler passieren, von denen zu Beginn niemand erwartet hat, dass sie zu einem Problem werden könnten. Oder das Projekt wächst und wächst und am Ende hat man völlig die Übersicht verloren.

4. Struktur und Governance

Verpassen Sie es nicht, sich schon von Anfang an die wichtigen Gedanken zur Struktur und zur Governance zu machen, sowie auch die Application Lifecycle Management Prozesse kennen zu lernen und richtig einzusetzen zu wissen, damit es später auch skaliert und nicht in Chaos ausartet.

5. Die Kosten im Griff behalten

Auch die Lizenzkosten sollten im Auge behalten werden. Es gibt verschiedene Preispläne pro App, Benutzer oder Flow. Daneben kann aber auch die Menge des benötigten Speicherplatzes kostentreibend sein.

Wir haben fundiertes Praxiswissen erarbeitet und die Technologien auf Herz und Nieren geprüft. Learnings, Erfolge und Misserfolge, sowie unsere Zukunftspläne mit Microsoft Power Platform bilden eine solide Basis für künftige Projekte.

Gerne beantworten wir Ihnen weiterführende Fragen wie:

  • Für welche Anwendungsfälle eignet sich die Power Platform wirklich?

  • Wo bin ich doch besser mit einer traditionellen Individual Software Lösung bedient?

  • Welche Herausforderungen erwarten mich ausserdem bei der Verwendung von Power Platform?

  • Wie steht es mit den Lizenz- und Betriebskosten?

  • Wann können wir ein gemeinsames Projekt starten? 😉