Stämpfli Kommunikation: Wenn der IT-Partner aussteigt

Eine gewachsene Systemlandschaft, mehrere ERP-Systeme und ein zentraler Anbieter, der sich plötzlich neu orientierte: Stämpfli Kommunikation stand vor der Frage, wie sich die Architektur neu denken lässt, ohne die Organisation zu überfordern. Was folgte, war keine klassische Projektbeziehung, sondern der Beginn einer Zusammenarbeit, die bis heute trägt. Und die zeigt: Digitale Transformation braucht keinen fertigen Masterplan. Sie braucht einen Partner, der mitdenkt, wenn sich unterwegs die Fragen ändern.

Ausgangslage

Stämpfli Kommunikation ist ein etabliertes Medien- und Kommunikationsunternehmen. Es hatte ein solides CRM und mehrere spezialisierte ERP-Systeme im Einsatz. Das Problem war nicht, dass die Systeme schlecht waren. Das Problem war die Architektur: Das ERP war als zentrales System definiert, dem sich alle anderen unterordnen mussten.

Dann stellte der Anbieter des zentralen ERPs die Weiterentwicklung ein. Stämpfli musste handeln.

Der gemeinsame Weg

Ein grosses Transformationsprojekt wäre naheliegend gewesen, aber solche Vorhaben haben ihre Tücken. Stämpfli und Nexplore gingen es pragmatischer an: Probleme lösen, wo sie auftreten, Erfahrungen sammeln, dann weiterschauen.

 

  • Etappe 1: Das CRM als stabilen Anker nutzen

Stämpfli hatte bereits ein funktionierendes CRM. Statt alles neu zu erfinden, wurde dieses System zum stabilen Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung. Mit der Ergänzung durch ClickDimensions für Marketing-Automation wurden Kampagnen messbar und die Customer Journey nachvollziehbar. Der Effekt: eine solide Basis, auf der die weiteren Schritte aufbauen konnten.

 

  • Etappe 2: Den Alltag vereinfachen

Microsoft 365 war bereits da, aber noch nicht wirklich angekommen. Gemeinsam ging es darum, die Tools im Arbeitsalltag zu verankern. Weniger «noch ein System», mehr «endlich einfacher». Der Effekt: höhere Akzeptanz, weniger Workarounds, mehr Zeit für die eigentliche Arbeit.

  • Etappe 3: Aus der Not eine Chance machen

Mit dem Wegfall des bisherigen ERPs stellte sich die Grundsatzfrage: Weiterhin ein zentrales ERP, dem sich alles unterordnet? Oder ein neuer Ansatz? Stämpfli entschied sich für Letzteres. Die neue Architektur behandelt alle ERP-Systeme gleichberechtigt. Drei zentrale Hubs verarbeiten die Daten: das CRM, das Finanzsystem und die neue Data Platform. Nexplore begleitete diesen Prozess als Sparringspartner auf Augenhöhe. Das Ergebnis: eine Architektur, die Flexibilität für künftige Anforderungen bietet.

  • Etappe 4: Daten, die wirklich helfen

Mit der Data Platform kam der entscheidende Schritt: Informationen aus sieben Systemen fliessen heute an einem Ort zusammen. Keine Excel-Akrobatik mehr, keine tagelangen Auswertungen. Was das bedeutet: Das Management trifft Entscheidungen auf Basis aktueller Zahlen statt auf Basis von Bauchgefühl und veralteten Reports.

Der Nutzen: Was Stämpfli heute anders macht

  • Schnellere Entscheidungen: Echtzeitdaten statt Stichtagsreports mit Verfallsdatum

  • Weniger Reibung: Eine Datenbasis, der alle vertrauen, über Systemgrenzen hinweg

  • Mehr Flexibilität: Eine Applikationslandschaft, die sich an Geschäftsprozesse anpasst statt umgekehrt

  • Mehr Fokus: Reduzierte Komplexität gibt Raum für strategische Themen

  • Zukunftsfähigkeit: Eine technologische Basis, die auch für KI-Anwendungen bereit ist

Von der Projektbeziehung zur echten Partnerschaft

Was 2019 mit einem CRM-Projekt begann, ist heute weit mehr. Nexplore betreut nicht nur den laufenden Betrieb der Systeme, sondern entwickelt die Systemlandschaft gemeinsam mit Stämpfli weiter.

Dabei war der Weg nie linear. Neue Fragen tauchten auf, die zu Beginn niemand auf dem Radar hatte. Der ERP-Wechsel kam ungeplant. Die Data Platform wurde erst zum Thema, als die Grundlagen standen. Genau darin liegt der Wert einer langfristigen Partnerschaft: Man muss nicht alles voraussehen. Man muss gemeinsam reagieren können.

Heute treten beide Unternehmen auch gemeinsam am Markt auf. Stämpfli bringt tiefes Know-how in Kommunikation und Employee Experience ein, Nexplore steuert Digitalisierungs- und Technologiekompetenz bei. Gemeinsam entstehen Lösungen, die Technologie und Mensch zusammenbringen.

Das ist kein Marketing-Sprech. Das ist das Ergebnis von sechs Jahren, in denen Vertrauen gewachsen ist: durch gemeinsam gelöste Probleme, ehrliche Gespräche und die Erfahrung, dass man sich aufeinander verlassen kann.

Digitale Zukunft, menschlich gestaltet. Für Nexplore ist das keine Floskel. Stämpfli ist der Beweis.

Technologien und Eckdaten

  • CRM:
    Microsoft Dynamics 365 Sales, ClickDimensions

  • Data Platform:
    Microsoft Fabric, Power BI, Azure, Fabric Lakehouse, PySpark

  • Angebundene Systeme:
    4 ERP-Systeme, CRM, Finanzsystem

  • Reportings:
    Auftragsreporting, Abrechnungsreporting, Produktivitätsreporting, Maschinenauslastung, Offertreporting

  • Partnerschaft:
    Seit 2019, fortlaufende Weiterentwicklung

  • Dienstleistungen:
    Anforderungsanalyse, Lösungskonzeption, Architekturberatung, Entwicklung, Schulung, Betrieb und Support

  • Branche:
    Medien und Kommunikation

Weitere Referenzen

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