Es gibt Nachrichten, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Für Stämpfli Kommunikation, ein etabliertes Medien- und Kommunikationsunternehmen, kam eine solche Nachricht vor einigen Jahren: Der langjährige ERP-Anbieter teilte mit, dass er sich neu orientierte. Die Weiterentwicklung der Software? Nicht mehr im Fokus.
Für Stämpfli bedeutete das: Ein System, das tief in den Geschäftsprozessen verankert war, hatte plötzlich keine Zukunft mehr. «Jetzt muss etwas passieren!»
Wer nun denkt, die Geschichte handle von einem ERP-Wechsel, liegt falsch. Die Neuorientierung des Anbieters war nur der Auslöser. Das eigentliche Problem lag tiefer.
Stämpfli hatte ein solides CRM und mehrere spezialisierte ERP-Systeme im Einsatz. Das Problem war nicht, dass die Systeme schlecht waren. Das Problem war die Architektur: Das bisherige ERP war als zentrales System definiert, dem sich alle anderen unterordnen mussten. Mit dem Wegfall des ERPs stellte sich eine grundsätzliche Frage: Wie soll unsere Systemlandschaft künftig aussehen?
Die naheliegende Reaktion auf so eine Situation: alles neu machen. Tabula rasa. Ein grosses Transformationsprojekt, das alle Probleme auf einmal löst.
Klingt gut in der Theorie. Scheitert oft in der Praxis.
Grosse Würfe überfordern Organisationen. Sie binden Ressourcen über Jahre, ohne dass sich zwischendurch Erfolge zeigen. Und sie setzen voraus, dass man von Anfang an weiss, wo man hinwill. Aber wer weiss das schon?
Stämpfli entschied sich für einen anderen Weg. Gemeinsam mit Nexplore.

Rückblickend wirkt die Entwicklung logisch: CRM, dann Workplace, dann ERP, dann Daten. Aber das war kein Masterplan, der am Anfang auf einem Whiteboard stand.
Der ERP-Wechsel kam ungeplant. Die Data Platform wurde erst zum Thema, als die anderen Grundlagen standen. Neue Fragen tauchten auf, die zu Beginn niemand auf dem Radar hatte.
Genau das ist der Punkt. Digitale Transformation ist keine Reise mit festem Ziel und bekannter Route. Sie ist eine Entwicklung, bei der sich die nächsten Schritte oft erst zeigen, wenn man die vorherigen gegangen ist.
Das funktioniert nur mit einem Partner, der nicht nur umsetzt, was im Pflichtenheft steht. Sondern der mitdenkt, wenn sich die Fragen ändern.
Heute steht Stämpfli an einem anderen Ort als 2019. Die Systeme arbeiten zusammen statt gegeneinander. Marketing und Vertrieb sprechen dieselbe Sprache. Das Management trifft Entscheidungen auf Basis von Echtzeitdaten.
Aber das ist nicht das Ende der Geschichte. Es ist ein Zwischenstand.
Stämpfli und Nexplore arbeiten weiter zusammen. Nicht mehr als Kunde und Dienstleister, sondern als Partner. Beide Unternehmen treten heute sogar gemeinsam am Markt auf: Stämpfli bringt Know-how in Kommunikation und Employee Experience ein, Nexplore steuert Digitalisierungs- und Technologiekompetenz bei.
Was als Reaktion auf einen unerwarteten Strategiewechsel des ERP-Anbieters begann, ist zu einer neuen Partnerschaft geworden, die auf Vertrauen basiert. Auf der Erfahrung, gemeinsam Probleme gelöst zu haben. Auf ehrlichen Gesprächen, auch wenn es unbequem wurde.
Die Geschichte von Stämpfli ist kein Einzelfall. Viele Unternehmen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: gewachsene Systemlandschaften, fragmentierte Daten, der Druck zur Digitalisierung und die Frage, wo man überhaupt anfangen soll.
Drei Erkenntnisse aus sechs Jahren Zusammenarbeit:
Man muss nicht alles wissen, bevor man anfängt.
Der perfekte Plan existiert nicht. Was zählt, ist die Fähigkeit, unterwegs zu lernen und den Kurs anzupassen.
Kleine Schritte schlagen grosse Würfe.
Jeder abgeschlossene Schritt schafft Vertrauen, zeigt Wirkung und legt die Grundlage für den nächsten. Das ist nachhaltiger als ein mehrjähriges Mammutprojekt, dessen Nutzen erst am Ende
Der richtige Partner macht den Unterschied.
Nicht einer, der nur umsetzt, was man ihm sagt. Sondern einer, der mitdenkt, der Fragen stellt, der auch mal unbequem ist. Einer, der bleibt, wenn es kompliziert wird.
Digitale Transformation wird oft als technisches Thema behandelt. Als Frage von Systemen, Schnittstellen und Datenmodellen.
Aber im Kern geht es um etwas anderes. Es geht darum, wie Menschen zusammenarbeiten. Wie Entscheidungen getroffen werden. Wie eine Organisation lernt und sich entwickelt.
Technologie ist dabei ein Werkzeug, kein Selbstzweck.
Bei Nexplore nennen wir das: Digitale Zukunft, menschlich gestaltet.
Stämpfli ist der Beweis, dass das funktioniert.