Nadine, unsere verrückte Katzenlady und Softwareentwicklerin

Nadine hat bei uns eine verkürzte Lehre zur Applikationsentwicklerin absolviert. Nach ihrer Ausbildung konnte sie bei uns bleiben und hat rasch in einem grossen Projektteam Fuss gefasst. In diesem Interview erzählt Nadine von ihrem Einstieg in die IT-Berufswelt und was sie sonst noch gerne macht - beispielsweise an einem "NaNoWriMo" teilnehmen.

Nadine, wie wurdest du Softwareentwicklerin?   

Lustigerweise habe ich bis zu meinen Schnuppertagen bei Nexplore nie auch nur eine Zeile Code geschrieben, von daher war ich bei Beginn der Lehre eine richtige Quereinsteigerin.

Nach der gymnasialen Matura konnte ich die Lehre zur Informatikerin EFZ Applikationsentwicklung innerhalb von zwei statt vier Jahren abschliessen, im sogenannten Way-Up-Programm. Ich war die erste (und bisher einzige), die so bei Nexplore die Lehre gemacht hat.

Durch diese spezielle Art der Lehre gab es anfangs einige Schwierigkeiten damit, wie ich bei Nexplore gleich viel profitieren kann, wie die anderen Lernenden, die doppelt so lange Zeit haben. Da haben wir aber eine gute Lösung gefunden, indem ich zwar etwas weniger Erfahrungen in den anderen Bereichen der Nexplore sammeln konnte (wie z.B. im Test-Center), mich dafür aber umso intensiver mit dem Codieren auseinandergesetzt habe. Schon nach etwa einem halben Jahr war ich aktiv an Kundenprojekten beteiligt und konnte mich dank der tollen Begleitung stetig weiterentwickeln und Vieles dazu lernen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss meiner IPA durfte ich bei Nexplore bleiben und sogar für ein neues Projekt eine neue Frontend-Technologie lernen (Angular, nachdem ich zuvor nur mit AngularJS gearbeitet hatte), was unsere Kultur, beispielsweise punkto Weiterbildung, unterstreicht und ich sehr zu schätzen weiss.

Gab es Hürden oder Vorbehalte?

Vorbehalte sind mir tatsächlich nie welche begegnet - oder ich hätte diese zumindest so nicht wahrgenommen. Auch mit dem Stereotyp, als "Frau in der IT" als weniger "wertvoll / kompetent" wahrgenommen zu werden, hatte ich nie zu kämpfen. Nexplore akzeptiert einen so, wie man nun mal daherkommt, und das ist auch gut so.

Wie sieht deine tägliche Arbeit aus?

Seit Anfang 2020 arbeite ich in einem grossen Projektteam. Wir entwickeln eine bestehende Applikation aufgrund neuer Kundenanforderungen weiter.
Wir sind ein super eingespieltes Team von Projektleitern/Projektleiterinnen, Software-, Test und Requirements Engineers. Wir konnten den Zusammenhalt und die gute Zusammenarbeit auch während der Corona-Zeit gut meistern. Sei es mit einer virtuellen Kaffeepause, einem Fürabebier oder einem Apéro.  

Seit September 2021 bin ich nun zu einem gewissen Prozentsatz auch extern beschäftigt. Es ist sehr spannend, da auch mal zu sehen, wie es sich so "ausserhalb von Nexplore" programmiert und bei den ersten Phasen der Team-Findung und des Projektaufbaus dabei zu sein.

Nexplore Softwareentwicklung Nadine's Kathen

Wer ist Nadine? Erzähl etwas über dich 

Ich hab von gewissen Nexplore-Teamkollegen auch schon den Spitznamen "verrückte Katzenlady" bekommen, und der ist gar nicht mal so verkehrt.

Vor etwa einem Jahr bin ich von zuhause ausgezogen (wo wir aktuell vier, zwischenzeitlich aber auch mal sieben Katzen hatten), und habe mittlerweile zwei eigene Büsis, deren Gesellschaft mir vor allem in der Homeoffice Zeit sehr geholfen hat.

Wie erlebst du deinen Job in der Entwicklung?

Obwohl ich aktuell noch keine Weiterbildung oder ein Studium anstrebe, hört man nie mit dem Lernen auf. Es gibt stets neue Lösungsmöglichkeiten und Technologien zu entdecken und einzusetzen.

Wir arbeiten vor allem mit den Nexplore-Practices, einem von Nexplore-Entwicklern entwickelten "Framework", das sich in (fast) allen unseren Projekten wiederholt und gewisse Basics schon out of the box anbietet. Das weiss ich mittlerweile sehr zu schätzen, dass man da nicht immer bei null anfangen muss. Zugegebenermassen hatte ich allerdings zu Beginn meiner IT-Karriere einige Schwierigkeiten dabei, zu erkennen, was Nexplore-eigen ist, und was von Microsoft .NET bereitgestellt wird, was auch zu manchen lustigen Situationen geführt hat in der Berufsschule.

Alles nur Entwicklung?

Wir haben die Möglichkeit andere Holacracy Rollen innerhalb von Nexplore zu übernehmen. Im letzten Jahr konnte ich auch meine kreativere Seite ausleben, nicht nur die der Entwicklerin, sondern auch die der Nexplore-Bloggerin.

Du bewegst dich in einem agilen Umfeld. Was ist besonders daran? 

Die Art, wie wir Scrum leben. Auch wenn ich kaum etwas anderes kenne, sehe ich grosse Vorteile darin, dass unsere Scrum-/Entwicklungs-Teams nicht nur aus Software Engineers und Product Owners bestehen. Requirements- und Test Engineers nehmen auch eine zentrale Rolle ein, und entlasten uns, sodass wir uns manchmal einfach nur aufs Coden konzentrieren können. Trotzdem wird unser Input und ein aktives Mitdenken, wenn es um Kundenanforderungen geht, auch immer sehr geschätzt.

Nexplore Softwareentwicklung Nadine's Kunst

Was ist dein Ausgleich zur Arbeit?

Im Gymer war mein Schwerpunktfach "Bildnerisches Gestalten", also Malen und Zeichnen und Kunstgeschichte. Das Malen bleibt auch heute noch ein Hobby, die kreative Abwechslung zum vor-dem-Bildschirm-sitzen.

Und was genau ist NaNoWriMo?

Auch das Schreiben ist eine grosse Leidenschaft von mir. Ich nehme am "NaNoWriMo" teil – dem National Novel Writing Month, dessen Ziel es ist, in einer grossen internationalen Community jeden Tag im November 1'667 Worte an einer brandneuen Geschichte zu schreiben. Am Ende des Monats kommt so ein 50'000 Worte langes, mehr oder weniger vollständiges Manuskript zustande. Ich schreibe mittlerweile ausschliesslich in englischer Sprache, was mir sicherlich auch den Einstieg in die IT mit ihrem hauptsächlich englischen Vokabular erleichtert hat.

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